Orpheus in der Unterwelt

Handlung der ersten Fassung (1858)

 

Erster Aufzug (Erstes Bild)

Die Handlung spielt auf der Erde, bei Theben im antiken Griechenland.

Das Ehepaar Orpheus und Eurydike hat sich auseinandergelebt. Der Musiklehrer und Geiger Orpheus betrügt seine Frau mit der Nymphe Chloé. Er hätte sich längst von seiner ungeliebten Gattin getrennt, wäre da nicht die Öffentliche Meinung. Eurydike, die ein gelangweiltes Leben führt, weiß das, und es stört sie nicht weiter. Auch sie hat einen Geliebten, den Schäfer und Imker Aristäus. Was Eurydike nicht weiß, ist, dass ihr Liebhaber Aristäus tatsächlich Pluto, der Herr der Unterwelt, ist. Pluto will seine Geliebte in die Unterwelt verführen und wartet auf einen günstigen Zeitpunkt. Nach einem heftigen Streit zwischen den Eheleuten sieht Pluto seine Zeit gekommen. Er beißt Eurydike in den Hals, und dieser Kuss des Todes liefert ihm Eurydike aus.

Als Eurydike wieder zu sich kommt, schreibt sie gemeinsam mit Pluto einen „Abschiedsbrief“ an Orpheus, ihren Ehemann:

Verlassen muss ich diese Schwelle,
Denn ich bin tot ohn’ allen Zweifel,
Aristeus war der Gott der Hölle,
Und jetzt holt mich der Teufel.

Als Orpheus ihre Nachricht liest, ist er erfreut. Er denkt, endlich frei zu sein von seiner Frau, und will die gute Nachricht sofort seiner Geliebten überbringen. Doch da tritt ihm die Öffentliche Meinung in den Weg und fordert ihn auf, seine Ehefrau von Jupiter, dem obersten Gott, zurückzufordern. Wieder kann sich die Öffentliche Meinung durchsetzen, und sie begleitet Orpheus hinauf auf den Olymp.

 

Erster Aufzug (Zweites Bild)

Auf dem Götterberg Olymp.

Auch bei den Göttern herrscht Langeweile und Überdruss. Gottoberhaupt Jupiter vergnügt sich ungeniert mit jungen Frauen. Diana ist traurig, weil sie den schönen SterblichenAktäon bei ihren Aufenthalten unten auf Erden nicht mehr gefunden hat. Juno, die Gemahlin Jupiters, macht ihrem Göttergatten eine Szene. Auf Erden sei eine wunderschöne Frau von einem Gott entführt worden. Jupiter streitet ab, etwas mit dieser Entführung zu tun zu haben.

Da kommt Merkur, der Götterbote, mit der Nachricht, Pluto sei eben von einem Aufenthalt auf Erden mit einer wunderschönen Frau namens Eurydike in die Unterwelt zurückgekehrt. Jupiter ist erfreut, ist er doch durch diese Nachricht vorerst der Vorwürfe enthoben. Um seiner Unschuld Nachdruck zu verleihen, zitiert er Pluto aus der Unterwelt auf den Olymp. Pluto erscheint vor dem obersten Gott, doch er leugnet die Entführung.

Da erscheint Orpheus zusammen mit der Öffentlichen Meinung und fordert seine Frau zurück. Jupiter beschließt, die Sache in der Unterwelt genauer zu untersuchen. Er will Eurydike aus der Unterwelt holen, aber nicht für Orpheus, sondern für sich selbst. Die gesamte Götterschar folgt ihm in Plutos Höllenreich.

 

Zweiter Aufzug (Drittes Bild)

Unterwelt, in Plutos Boudoir.

Hier hält Pluto die entführte Eurydike versteckt. Bewacht wird sie von Hans Styx, dem stets betrunkenen Diener Plutos. Hans Styx umwirbt die Schöne und erzählt ihr von seiner Zeit in Reichtum und Pracht als Prinz von Arkadien. Doch Eurydike lässt das kalt.

Sie sehnt sich zurück zu ihrem Mann auf Erden. Der Reiz des Abenteuers ist bereits verblasst. Die vom Olymp in der Unterwelt eingetroffenen Götter können das Versteck der Eurydike zunächst nicht finden. Doch Jupiter ist misstrauisch. In Gestalt einer Fliege kommt er durchs Schlüsselloch und entdeckt Eurydike. Er scharwenzelt um sie herum, gibt sich als oberster Gott zu erkennen und verspricht ihr, sie zu befreien und mit auf den Olymp zu nehmen.

 

Zweiter Aufzug (Viertes Bild)

Pluto gibt ein Höllenfest. Es wird getanzt und getrunken.

Jupiter erntet allgemeinen Beifall mit einem Menuett, das sich alsbald zu einem wilden Cancan steigert. Eurydike ist als Bacchantin auf dem Fest. Abermals wird die göttliche Gesellschaft von den Sterblichen gestört. Wieder fordert Orpheus in Begleitung der Öffentlichen Meinung von Jupiter seine Frau zurück. Jupiter gibt dem Wunsch nach, aber er stellt eine Bedingung: wenn Orpheus vor Eurydike in die Oberwelt hinaufsteige, dürfe er sich nicht nach seiner Gattin umwenden.

So beginnt der Marsch in Richtung Oberwelt: die Öffentliche Meinung, dann Orpheus und Eurydike, von Hans Styx geführt. Doch als sie das Tor erreichen, schleudert Jupiter einen Blitz. Orpheus dreht sich erschrocken herum und hat damit seine Frau verloren.

Aber auch Pluto soll Eurydike nicht haben, und so bestimmt Jupiter:

Nein, eine Bacchantin mach’ ich jetzt aus ihr.

Programm und Besetzung

Kreativ-Team


Sian Edwards - Dirigent

Valentina Peleggi - Dirigentin
(1., 26., 28. November)

Emma Rice - Direktorin/Englisches Buch

Lizzie Clachan - Bühnenbildnerin

Lez Brotherston - Kostümbildnerin

Malcolm Rippeth - Lichtdesigner

Etta Murfitt - Choreographin

Tom Morris - Englische Texte

Matthew Monaghan - Stellvertretender Direktor


Besetzung 


Ed Lyon - Orpheus

Claudia Boyle - Eurydike

Lucia Lucas - Öffentliche Meinung

Willard Weiß - Jupiter

Robert Hayward - Jupiter - Jupiter
(21., 26., 28. November)

Alex Otterburn - Pluto

Alan Oke - John Styx

Kiel Watson - Mars

Idunnu Münch - Venus

Mary Bevan - Diana

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London Coliseum

Das London Coliseum (auch Coliseum Theatre) ist ein Theatergebäude in London. Es befindet sich in St. Martin's Lane im Londoner West End. Das Gebäude, aus schwedischem Marmor errichtet, wurde 1904 im Auftrag des Impresario Oswald Stoll nach Plänen des Architekten Frank Matcham eröffnet, der auch das London Palladium entworfen hatte. Seit 1968 dient es als Spielstätte der English National Opera. Das London Coliseum ist mit 2358 Plätzen das größte Theater im Londoner West End.

 

Geschichte

Das Coliseum wurde am 24. Dezember 1904 mit einer Variété-Show eingeweiht. 1911 wurde hier The Hooligan, das letzte Theaterstück des Schriftstellers W. S. Gilbert, uraufgeführt.

Zwischen 1931 und 1968 änderte das Theater den Namen von London Coliseum zu Coliseum Theatre, als hier das Singspiel Im weißen Rössl in der englischen Fassung The White Horse Inn 651mal aufgeführt wurde. Im Jahre 1968 zog die Sadler's Wells Opera Company von Sadler's Wells ins Coliseum um; sie änderte ihren Namen 1974 zu English National Opera (ENO) und erwarb die Liegenschaft für 12,8 Mio. £. Von 2000 bis 2004 wurde das Gebäude, das seit 1960 als Grade-II*-Bauwerk eingetragen ist, einer gründlichen Renovierung unterzogen.

 

Anreise

U-Bahn

Charing Cross - 0.2 Meilen
Northern Line
Leicester Square - 0,2 Meilen
Northern & Piccadilly-Linien
Covent Garden - 0.3 Meilen
Northern & Piccadilly-Linien
Embankment - 0.3 Meilen
Bakerloo, Circle, District & Northern Linien


Overground

Charing Cross - 0.2 Meilen
Waterloo - 0,8 Meilen


Busse

3, 6, 9, 11, 12, 13, 15, 23, 24, 29, 53, 77a, 88, 91, 139, 159, 176

 


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